Den Olymp des Kinoschlafs zu erklettern, wäre eine Nacht der Extended Versions von Lord of the Rings 1-3. Kürzlich war es fast soweit, doch es reichte nur zu einer ZDF-Reportage über Klinsmann. Die Dreiviertelstunde vor dem Fernseher wäre belanglos gewesen, wäre nicht ein Augenpaar neben mir in den Höhlen hin und hergeflitzt a la Jack Torrance, um alle dreissig Sekunden meine Lider zu prüfen. Die Reportage, in der Sprachnorm der deutschen Internetfilmkritik:
Der Film ist so ein Mitteldings aus Reportage und Coming-of-Age Drama, wobei der Zuschauer nicht weiss, ob er heulen oder lachen soll. Der Zuschauer fragt sich dabei, warum er die Schwalbe so oft mitansieht, ohne zu wissen, ob er lachen slash weinen soll. Zuckerbaby Klinsi wechselt die Clubs und wird Trainer, was sich irgendwie okay anfühlt. Allerdings fühlte sich die Reportage ein bisschen feige an, obwohl die Beinmuskeln für die Zuschauerin lecker waren. Nationaltrainer, anyone?

